LICENZ AIRE INCONDICIONAL (1)
AIRE INCONDICIONAL
Das Auftauchen von Community-basierten und migrantischen E-strategien in Südeuropa
14. FEBRUAR - 04. APRIL 2004
Projekt einer offenen Lizenz - version 1.01 - 29/01/04

Lizenz Aire Incondicional, Fassung 1.01
Beauftragt von Platoniq
Realisiert von Abel Garriga - Rechtsanwalt

1. Vorrede
Zweck dieses Textes ist auf wirksamer (d.h., legaler) Weise die Bedingungen zu regeln, womit die von einem Autor produzierten Arbeit frei vervielfältigt, vertrieben, öffentlich mitgeteilt und verändert werden kann.

Dieser Text benutzt die Sprache der Urheberrechte und des geistigen Eigentums, unter Verwendung deren Wörter und Begriffe; allerdings unterscheidet er sich auch davon, indem die darin vermittelten Inhalte selten vernommen werden. Wenn man davon ausgeht, daß Urheberrechte, geistiges Eigentum oder copyright zum Schutz und Förderung von Wissen erzeugte Werkzeuge darstellen, kann hier behauptet werden, daß dieser Text dieselben Werkzeuge, aber auf anderer Art verwendet. Ein anderer Weg soll eingeschlagen werden, um zum gleichen ursprünglichen Ziel des geistigen Eigentums zu kommen.

Mit anderen Worten: es geht hierbei nicht darum, die Urheberrechte in dessen derzeitige Form abzustreiten, sondern gerade diese Regelung, mittels derer das Eigentum eines Werkes durch die bloße Tat der Schöpfung seinem Urheber zugeschrieben wird, als Ausgangspunkt zu nehmen. Kein Mensch kann etwas abtreten, was er nicht besitzt, und in diesem Sinne ist jeder Urheber der gesetzlich anerkannter Inhaber seines Werkes. Von diesem Punkt ausgehend, kann der Urheber, nach seinem freien Willen, die Form aussuchen, mittels derer er die Nutzung seiner künstlerischen Schöpfung gestatten möchte. Dieser Text stellt eine Weise dar, auf welcher der Urheber die Benutzung seines Werkes zulassen kann.

Dieser Text strebt also danach, gesetzlich wirksam zu sein, d. h., daß er wirkungsvoll vor Gericht angeführt werden kann, wenn ein künstlerisches Werk gegen das in dessen Wortlaut Verfügte verstoßen sollte.

Natürlich wurde dieser Text nicht aus dem Nichts geschaffen: es hat Ideen und Wortlaute Anderer aufgenommen, wobei Neues hinzugefügt worden ist, das ebenfalls von Anderen verändert, mit einbezogen, gedeutet und einverleibt werden wird. Kurz gesagt: er ist Teil des sogenannten Copylefts, und er stellt ein Versuch dar, die Regeln der Vervielfältigung, Vertrieb und Veränderung der freien Software auf andersartige Werke anzuwenden.
Er speist hauptsächlich aus den GNU-Lizenzen der Free Software Foundation, sowie aus den Lizenzen von Creative Commons und der Electronic Frontier Foundation, die im angelsächsischen Bereich der Urheberrechte (insbesondere des Amerikanischen Urheberrechts) geschaffen wurden, und er beabsichtigt den Funktionsmechanismus und die darin erstrebten Prinzipien dem kontinentaleuropäischen Recht und insbesondere dem Spanischen Recht zu übertragen.

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